Gute Bücher (XVII): Christopher Lloyd – Um alles in der Welt

Der Untertitel dieses über 500 Seiten dicken Buches sagt eigentlich alles:

Die Geschichte der Erde, des Lebens und der Menschen vom Urknall bis zum 21. Jahrhundert

Genau, es geht um alles. Natürlich ließe sich alles selbst auf etwa 500 Seiten nicht zusammen fassen, allerdings hat der Autor eine sehr gute Auswahl getroffen. Es geht nämlich nicht nur um europäische Geschichte, sondern um die Geschichte fast aller Kontinente. Es ist auch keine bloße Aufwählung von Ereignissen, sondern zeigt Zusammenhänge, die mir so nur teilweise bewußt waren. Beispielsweise kannten in Amerika nur die Mayas das Rad, allerdings nicht um Lasten zu ziehen, sondern als Spielzeug oder als Darstellung ihres Kalenders. Die amerikanischen Ureinwohner hatten schlicht und ergreifend keine Tiere, die Lasten hätten ziehen können (die Pferde der Indianer wurden erst durch die Europäer mit nach Amerika gebracht).

Mais und Teosinte
Mais und Teosinte

Auch Verbindungen der ersten Hochkulturen werden aufgezeigt: Hochkulturen entstanden dort, wo es ausreichend Nahrung gab. In China war es der nahrhafte Reis, in Südamerika Mais (der tausende Jahre lang aus Teosinte gezüchtet wurde), in Ägypten gab es den Nil, der durch seine Überschwemmungen das Land fruchtbar machte und die Römer hatten Oliven, die begehrt waren und eingetauscht werden konnten.

Es gibt also viele interessante Dinge im Buch zu entdecken, die man teilweise und auszugsweise zwar schon kennt, aber das Großartige an diesem Buch sind die Verbindungen und Zusammenhänge, die einem verständlich und alles andere als langweilig vermittelt werden.

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