Wwwwwwoooooooowwwwwww

Dieses „Wwwwwwoooooooowwwwwww“ in der Überschrift schrieb ich vor genau einer Woche als ich mich mit Daniela stundenlang am Telefon über Gott und die Welt unterhielt und feststellte, dass da mehr ist. Wir telefonierten fast jeden Abend, obwohl sie verlängerte (6 – 18 Uhr) und 24 Stunden Dienste im Krankenhaus leisten musste und so ganz nebenbei noch in der Regionalliga spielt, was 3x die Woche Training und am Wochenende ein Spiel bedeutet.

Gestern trafen wir uns an den Landungsbrücken und wir waren beide aufgeregt. Das Kennenlernen übers Internet und Telefon ist schön und gut, aber man fühlt sich vertrauter und irgendwie verbundener als man es in Wirklichkeit ist. Man geht mit einer ziemlich hohen Erwartungshaltung an ein Treffen heran, denn dieses „distanzierte Kennenlernen“ lässt viele wichtige Fragen offen: mag ich sie, mag sie mich und stimmt die Chemie, was auch immer die Chemie genau ist… Und mit diesen Fragen im Kopf macht man sich kirre. Aber als ich mich auf den Weg zum Treffen machte, dachte ich daran, dass das Wetter wunderbar ist, ich mich gleich mit einer Frau treffe, die ich zumindest vom Telefon her mag und dass das alles um einiges besser ist, als alles andere, was du an diesem sonnigen Tag in Hamburg unternehmen kannst.

Wir trafen uns und nachdem die erste Anspannung gelöst war, wurde es wirklich schön. Wir beschlossen in die Speicherstadt zu gehen, sahen uns die Elbphilharmonie an und setzten uns schließlich an die Elbe und genossen das Wetter. Wir gingen irgendwann weiter zu den Marco-Polo-Terrassen, wo Musik gespielt wurde und bestiegen eine Aussichtsplattform, von der aus man die Elbbrücken, die neue U-Bahn 4 Haltestelle Hafen-City (in Bau) und viele andere Dinge, wie die „Harburg Hills“ sah. Dann stand eine Große Hafenrundfahrt auf dem Plan, die sie schon des öfteren gemacht hatte, ich aber noch nie. Später meinte sie, dass sie auch etwas dazu gelernt hätte.. Ich will’s ihr mal glauben. ;-)

Wir gingen zum Italiener gegenüber meiner Bude, sie wollte natürlich noch mein großartig eingerichtetes Zimmer sehen (ihr Kommentar: „Das ist ja alles sehr funktional…“ Ich: „Ich bin ja auch ein Mann und außerdem habe ich hier auch eine Pflanze drin.“ Sie: „*lach* Ein Kaktus…“). Dann brachte ich sie zur U-Bahn und verabredete mich heute Abend mit ihr zum Video gucken. Als ich zur Wohnung zurück ging, war ich absolut geflasht von ihr. In dieser Situation fiel mir zum einen ein, dass der Neanderthaler in einer wohl ganz ähnlichen Lage geblitzt wurde, weil er zu schnell unterwegs war, und mein Cousin (und damit schießt er mal wieder den Vogel ab) einen schönen Kavalierstart vollführte, dabei noch möglichst cool seinem Date zuwinkte, die Kontrolle über den Wagen verlor und in ein Gebüsch raste, irgendwann wieder auf der Straße war, immer noch winkte und möglichst schnell das Weite suchte. Im nächsten Dorf hielt er an und stellte fest, dass es nicht nur eine Hecke war, die er mitnahm, sondern sich in der Hecke Zaunpfeiler befanden, die aus Beton waren und ihm die ganze Seite des Autos aufgerissen hatten… Eine Moral dieser Geschichte darf sich jetzt jeder selbst suchen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.