Supply & Demand

Wann kam ich das erste mal mit den Hives in Berührung? Es muss irgendwann im Herbst letzten Jahres gewesen sein, als ich auf der – leider mittlerweile stillgelegten – Homepage turnbeutel deluxe unterwegs war. Dort waren auch einige Lieder zum Download verlinkt, u.a. die Hives. Und ich dachte einfach nur: „Scheiße, die rocken ja ohne Ende!“ Coole Punk’n’Roll-Mucke, die dir – ähnlich wie AC/DC – einfach nur direkt den Arsch wegrockt! Verdammt, und ich kannte sie nicht…

Kurze Zeit später stellte ich fest, dass sie aufm Hurricane 2004 waren. „Schön“ mag jetzt der ein oder andere denken, ich ärgerte mich aber, weil ich auch da war und sie nicht gehört habe. Verdammt!

Dafür war ich aber am 9.4.2005 im Pier 2 in Bremen. Mit dem Fred ging’s ab zum Konzert. Vor dem Laden saß ein Mädel neben einen Kasten und wollte ihre Karten zu einem leicht übertriebenen Preis raushauen, aber uns kümmerte es nicht, denn wir hatten unsere Karten für die Hives-Hölle… :-) Nichts desto trotz scherzten wir über das Mädel rum und meinten, dass eh gleich der Kasten neben ihr aufgemacht wird, um die restlichen Karten an der Abendkasse zu verkaufen. Und so war’s dann auch… Ein sehr schönes Bild.
Am Eingang fragte mich dann eine, ich zitiere wörtlich: „Können Sie mir mal Feuer geben?“ Verdammt, seh ich schon so alt aus, dass man mich sietzt? Ok, ich gebe zu… Ich war mit damals 24 Jahren schon einer der älteren auf dem Konzert, aber gleich sietzen… Unverschämtheit!!!

Wir waren früh da, konnten uns noch ein kühles Blondes an der Theke genehmigen. Die Vorgruppen waren ok. Langsam wurde es voll. Und dann ging’s los!!! Mein Cousin der eben noch neben mir stand, war innerhalb von 2 Sekunden aus meinem Blickfeld geraten. Ich habe noch nie so viele Leute so abgehen sehen. Und ich mittendrin. Nach dem halben Set war mein T-Shirt, Hose und meine Haare so nass als wäre ich kurz vorher in die Weser gesprungen. Sehr geil! 10m nach vorne, 10m zurück und die ganze Zeit Rock’n’Roll! 20 Minuten vorm Ende stieß mir dann jemand die Brille vom Kopf, was nicht gerade toll ist. Sie zu suchen, war ’ne Mission Impossible und da ich eh mit meinen Kräften am Ende war, ging ich in Richtung Toiletten. So gut tat mir selten eine Dusche unterm Wasserhahn. Schnell zur Theke und noch für ein bißchen Abkühlung von innen gesorgt. Als das Konzert zu Ende war, habe ich irgendwann meinen Cousin Fred gefunden, der ähnlich zugerichtet war. Zum Glück hatte er seine Brille noch und wir konnten gen Heimat fahren.

Und auch, wenn ich danach etwa 2 Wochen blind in der Gegend rumlief, von den Vorlesungen nichts mitbekam und selten wusste, ob die Fußgängerampel rot oder grün ist (kleiner Scherz!), hatte sich dieses Konzert sowas von gelohnt! Verdammt, das ist ultimativer Rock!

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