Der Beginn einer wunderbaren Freundschaft

Als Informatik-Student hat man es nicht einfach. Dienstags um 8 Uhr fängt die IMG3-Vorlesung (IMG = Informatik Mensch Gesellschaft) an mit dem Titel „Mensch-Computer-Interaktion“. 8 Uhr an der Uni zu sein, ist natürlich viel zu früh für einen Studenten… Möglicherweise hat mein überdurchschnittliches Fehlen bei dieser Veranstaltung aber auch mit dem Veranstalter etwas zu tun: Professor Habel hat mich schon in F1 regelmäßig in einen Beinahe-Schlafzustand versetzt. Damals redete ich mir ein, dass es am Stoff liegt, denn Formale Informatik ist trocken, wobei trocken noch untertrieben ist.

IMG3 ist eigentlich nicht trocken, zumindest finde ich es ganz interessant. Man lernt eine Menge darüber wie der Mensch funktioniert und wie eigentlich der Computer funktionieren müsste, damit alles noch besser funzt. Heute haben wir beispielsweise Gedächtnis-Experimente gemacht und ganz erstaunliche Sachen festgestellt. Um aber auf Professor Habel zurückzukommen: Er ist der Chiller vor dem Herren. Selbst die für mich interessanten Bereiche bringt er dermaßen trocken und mit solch einer gleichbleibenden Stimme rüber, dass es mich an mein Meditationslehrgang während des Zivildienstes erinnert, wo wir uns jeden Morgen um 7 Uhr vor dem Frühstück getroffen haben, um 20 Minuten lang zu meditieren. Ab sofort werde ich mich jeden Dienstag um 7 Uhr ausm Bett quälen, um diese spirituelle Meditationserfahrung während der Vorlesung zu machen. Anscheinend haben das auch einige meiner Kommilitonen gemerkt: So saß heute jemand vor mir, der sein Notebook dabei hatte, um die meditative Erfahrung durch Ambient-Musik zu steigern.

Da es hin und wieder vorkommt, dass ich im Bett liege und nicht einschlafen kann, werde ich die IMG3-Vorlesung ab sofort aufzeichnen, um mich nachts über MP3-Player in den Schlaf zu wiegen…

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