Metronom zwischen WM & Hurricane

Jaaa… Mal wieder eine Geschichte aus dem Metronom. Ich glaube, ich sollte mein Studium abbrechen und Schaffner werden, denn da geht’s wirklich ab… ;-)

Heute stand ich zur Abwechslung mal im Metronom, was zwei Gründe hatte:

  1. Hurricane-Anreise-Tag
  2. WM-Spiel: Italien – Tschechien in Hamburg

Alles war voll im Metronom mit Leuten, Taschen, Karren und so kam es, dass ich mitten im Abteil stand. Ich war kurz am Überlegen, ob ich mich nicht einfach in den Gang setzen sollte, aber irgendwelche Leute wollten während der gesamten Zugfahrt vorbei (Weiß Gott, wo die hinwollten… wahrscheinlich zu den Snacks- und Getränke-Automaten, die sich am Anfang und Ende des Zuges befinden). Zudem stand ich an einer vierer Sitzplatz-Gruppe, wo sich folgendes Bild auftat: zwei besoffene deutsche Fans aus Oldenburg, die sich das WM Spiel in Hamburg angeguckt haben und zwei noch minderjährige Mädel, die vollkommen nüchtern zum Hurricane fuhren. Eine lustige Konstellation und so blieb ich stehen…

Besoffene sind bekanntlich redselig. Nachdem sie den Mädels verklickern wollten, dass sie im falschen Zug sitzen, weil der Zug ja nach Oldenburg fahre und das Hurricane mit 60.000 Leuten ja viel zu klein wäre. Außerdem würden die guten Bands, wie Rammstein, Metallica und SlipKnot ja nicht da sein, weswegen sie auch nicht zum Hurricane fahren. Ich brachte mich aufopferungsvoll in die einseitige Unterhaltung ein und die Besoffenen wollten von mir wissen, wo ich denn hin will.
Ich: „Rotenburg / Wümme“
Er: „Oh, du willst angeln?“
Ich: „Nein, eigentlich nicht…“
Er: „Angeln ist doch etwas Nettes. Mache ich auch gerne, um runterzukommen… Muss ja nicht immer alles Heavy Metal sein…“
Ich fand die beiden Jungs eigentlich ganz sympathisch, obwohl sie so betrunken waren. Sie boten mir sogar Beck’s Gold an, woraufhin ich meinte, dass ich nur richtiges Bier trinke.
Als der Zug dann in Scheeßel ankam, jubelten die größtenteils 17 -18 jährigen Festivalbesucher und auch die zwei besoffenen Jungs grölten mit. Kurz vorher hatten sie laut ins Abteil gerufen, dass Wolfgang Petry auf dem Hurricane spielen wird und stimmten den Schlachtgesang „Wolfgang Petry! Wolfgang Petry!“ an… Sehr witzig, zumal einige Jugendliche darauf ansprangen und es beim Ausstieg hoch her ging.

Es wurde ein zweier Sitz frei, auf den ich mich zubewegte. Eine junge Frau wollte ebenfalls diesen Platz und stöhnte resigniert auf als sie bemerkte, dass ich den gleichen Gedanken hatte und näher dran war. Ich machte eine Geste, dass sie den Platz haben kann, bin ja schließlich ein Gentleman, aber denkste, es kommt ein Dankeschön? Nein! Scheiß Feminismus!!! :-)

Ich ging also in den Ausstiegsbereich, war ja schließlich nur noch eine Station und stand nun dort. Ich dachte über eine Frau nach, mit der ich die ganze Zeit bis Scheeßel Blickkontakt hatte und ärgerte mich innerlich, dass ich nicht zum Hurricane fuhr, das wäre sicherlich nett geworden… Währenddessen kam einer der Besoffenen auf mich zu und wollte auf Toilette. Er fragte, wo ich aussteige und ich sagte: „Rotenburg“. Er: „Ja, richtig. Du willst ja angeln! Viel Spaß dabei!“

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