2,0 Schalala

Ich habe selten so viel für eine Prüfung gemacht. Semesterbegleitendes Lernen, seitenweise Definitionen aus den zwei Skripten geschrieben und 2 Monate lang nur für dieses Fach gelernt: LOS (Logik und Semantik) mit so fiesen Themen wie Denationale Semantik, Axiomatische Semantik, Partielle und totale Korrektheit, Fixpunkttheorie, Nebenläufigkeit, Termination, Korrektheit, Vollständigkeit, Aussagenlogik, Prädikatenlogik, Modallogik, Tableauverfahren, Lambda-Kalkül und und und. Jedes Thema für sich ist machbar, aber alle zusammen, wie sie interagieren, welche Gemeinsamkeiten, Unterschiede usw. ist richtig viel!

Zwischendurch bist du am verzweifeln, weil eines der zwei Skripte eigentlich überhaupt nicht zum Lernen verwendet werden kann. Dann denkt man: „Ja, jetzt hast du’s verstanden.“ Und beim nächsten Mal durchlesen, verändert sich dein Blickwinkel zu einem ganz anderem. Ich habe die Skripte bestimmt 5-mal durchgelesen und immer das Gefühl gehabt, es das erste Mal durchzulesen. Das ist ja eigentlich ein gutes Zeichen für ein „Buch“, aber wenn man eine Deadline hat bis zu der man, den Stoff können muss, verfällt man leicht in Panik.

Und dann steht man vorm Prüfungsbüro der Doktorin, hat das Gefühl man weiß gar nichts, einem ist heiß, die Tür geht auf und plötzlich kehrt in einem eine Ruhe ein, die einem entgegen schreit „Du weißt doch alles! Wovor hast du Angst?“. Man wird immer ruhiger und flüstert beim Beantworten der Fragen nur noch. Die 20 Minuten gehen schnell rum, man bekommt eine 2,0 und man fragt sich „Warum diese Prüfungsangst?“

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