Goodbye Facebook!

Als ich mich am 30.09.2007 aus studiVZ zurück gezogen habe, war ganz Deutschland dort. Jetzt ist die ganze Welt bei Facebook vertreten und ich drehe dieser Datenkrake den Rücken zu. Mir ist absolut schleierhaft, wie ich meine privaten Daten einem Mark „They trust me — dumb fucks“ Zuckerberg so lange anvertrauen konnte. Dieser hat Funktionen eingeführt wie…

  1. Ermittele meine biometrischen Daten und führe eine automatische Gesichtserkennung auf allen Facebook-Bildern durch (selbst Datenkrake Google besitzt so viel Anstand diese Technologie, obwohl umsetzbar, nicht einzusetzen). Solche Bilder beängstigen..
  2. Der Benutzer hat sich bei Facebook ausgeloggt? Egal, wir tracken ihn trotzdem über Cookies weiter und wissen, welche Seiten er besucht (der Like-Button ist schließlich überall!)
  3. Facebooks neue Timeline, auf der Apps automatisch und ohne Zutun des Benutzers Inhalte stellen können, führt zu noch mehr sinnlosem Werberauschen auf Facebook. Nein, es interessiert mich nicht, dass mein Kumpel gerade „Gigantic Asses IV“ guckt. Nein, ich möchte den Porno nicht kaufen. Nein, ich will’s auch nicht mit anderen teilen.

Ich habe ja nichts dagegen, wenn solche Funktionen entwickelt werden. Was mich an Facebook stört, ist, dass jede Woche irgendeine datenschutzrechtlich bedenkliche Funktion für alle scharf geschaltet wird, die ich in den verwinkelten Privatsphären-Einstellungen deaktivieren muss. Facebook agiert alleine aus Kalkül so und dort soll ich meine private Daten speichern? Ja nee, is‘ klar!

Und seien wir ehrlich: Freunde auf Facebook nerven!

  • Klaus ist wieder Single und postet den ganzen Tag frauenfeindliche Statements.
  • Jana öffnet jeden Tag 30.000 Glücknüsse, die sie mit allen teilen muss.
  • Mirko kann keine Youtube-Videos posten, macht es aber trotzdem!
  • Marie hat offensichtlich Depressionen und teilt es allen mit: „Heute war mal wieder ein scheiß Tag!“.. nichts Besonderes, denn jeder Tag ist bei ihr ein „scheiß Tag“..
  • Und Susanne postet generell nur Unsinn wie „..%&)=“. Warum? Damit mal jemand mit ihr spricht und nachfragt, was gemeint ist…

Und diese Selbstdarsteller. Oh mein Gott!

  • Cord ist gerade auf Sylt.
  • Klaas postet täglich 10 Fotos vom „total schönen Urlaub“, der aber offensichtlich gar nicht so großartig sein kann – würde er sonst den ganzen Tag im Urlaub auf Facebook posten?
  • Und Doris hat gerade in „NYC“ die beste Schokoladenpizza der Welt gegessen, worauf sie von Anna den Hinweis kriegt, doch mal in der total tollen Boutique in der 25. Straße vorbei zu gucken. Da war sie (Anna) erst vor 3 Wochen, was auch total toll war.

Wann habe ich das letzte Mal durch Facebook etwas erfahren, was wichtig für mich war? Oder wann haben mir die Freunde auf Facebook weiter geholfen? Hmmm… Zählt es, die Angebote meiner „Facebook-Freunde“ zum Korrekturlesen meiner Diplomarbeit zu nennen, obwohl keiner dieser Freunde meine Arbeit korrigiert hat? Nein… Wie sagte Moritz Bleibtreu in einem Neon-Interview:

Che Guevara hätte heute eine Million Freunde auf Facebook, aber niemanden der mit ihm kämpft.

Ein schöner Schlusssatz, um in alter Manier ein I CAN quit you, Baby! in Richtung Facebook von sich zu geben und dieses Mal die 2-wöchige Phase zu überstehen, in der Facebook dem Benutzer einräumt, den Löschantrag rückgängig zu machen.

Und nur für dich: Der

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