Palimm Palimm: Der nächste Halt ist Lauenbrrrüüück!

Ach, Metronom fahren ist doch viel besser als hier beschrieben, denn während die Besucher sich anschweigen, sorgen wenigstens die Schaffner und Lokomotivführer für Unterhaltung.

So gibt es offensichtlich einen humoresken Lokomotivführer, der hin und wieder die monotonen Ansagen: Der nächste Halt ist Hamburg-Harburg in eine Fips-Asmussen-Gedenk-Ansage abändert: Der nächste Halt is’… Hammmburch-Haaaaarburch!!!. Erläutet diese Ansage herrscht entweder Schweigen oder man hat das Glück, dass ein besoffener Kegelverein im Abteil sitzt und sich bei jeder dieser Ansagen wegschmeißt, was auch sehr unterhaltsam sein kann.

Eher zum Schmunzeln sind ab und zu die Ansagen im Metronom:

[…] Der Metronom ist ein reiner Nichtraucher-Zug, daher ist das Rauchen im Zug nicht gestattet […]

Ich muss dabei an Dittsche denken: „Das ist ein Nichtraucher-Zug. Ein REINER Nichtraucher-Zug!„… Offensichtlich werden die Schaffner aber nicht nach Stunden bezahlt, sondern nach der Länge ihrer Ansagen, denn „Wenn Sie Fragen haben oder Informationen wünschen, wenden sie sich bitte an das Zugpersonal.“ – Ja… An wen denn sonst? Vielleicht an den Sitznachbar? Möglicherweise sollten die Fragen und Informationen noch ein wenig in der Ansage eingegrenzt werden, ich bin nämlich immer wieder am Überlegen, ob das Zugpersonal mir bei Übungsaufgaben aus der Uni helfen kann: „Entschuldigen Sie, wissen Sie, wie die Approximation mit Hilfe der Nyquist-Formel bei 10 Stützstellen aussieht?

4 Gedanken zu „Palimm Palimm: Der nächste Halt ist Lauenbrrrüüück!

  1. Hi! Nur mal so zur Info: Die Ansage der Orte kommt vom Band – die oben beschriebene „Spaßansage“ ebenso und nicht von einem „humoresken Lokführer“ – die Texte der Fahrgastbetreuer sind vorgegeben – über Sinn und Inhalt läst sich streiten. Aber wenn schon zitieren, dann doch bitte richtig: „Der metronom ist ein reiner Nichtraucherzug, wir bitten Sie daher, das Rauchen im Zug generell zu unterlassen.“ Erst die Info, dann die Bitte – ein Unterschied, den Sie als angehende Elite doch wohl verstehen…oder? Bei der Metronom gibt es eine Vielzahl von jungen Leuten die als Fahrgastbetreuer beschäftigt sind und Abitur oder ein abgeschlossenem Hochschulstudium haben – die je nach Ausrichtung durchaus in der Lage wären Ihre Übungsaufgaben zu lösen. Übrigens gibt es über 250 000 arbeitslose Akademiker in diesem Land und es werden täglich mehr – die Jobs bei der metronom sind auf Jahre SICHER und … auch Sie werden mit zunehmender Reife erkennen, dass Intelligenz im Leben zwar ein nützlicher Faktor ist, doch gepaart mit Hochmut und Arroganz schnell zum Blocker wird. Ohne soziale Kompetenz und emotionale Intelligenz werden Sie nicht weit kommen… Das schreibt Ihnen jemand, der die „Karriere“ gemacht hat, aber nun das macht wozu er Lust hat … nämlich Schaffner zu sein.

  2. REPLY:
    Hallo Berger100!

    Vielen Dank für ihren Kommentar. Ich gebe zu, dass mein Text teilweise von oben herab geschrieben ist. Das war nicht meine Absicht und daher habe ich die entsprechenden Stellen gelöscht. Ich entschuldige mich für diese nicht gewollte Überspitzung des Falschansagens der Ausstiegsrichtung, die zu Anfang wirklich oft vorgekommen ist, mittlerweile aber äußerst selten geworden ist.

    Bezüglich des reinen Nichtraucherzuges möchte ich anmerken, dass ich über diese Ansage weiterhin schmunzeln werde, denn
    1. reiner Nichtraucherzug: was ist ein unreiner Nichtraucherzug?
    2. Wenn es ein Nichtraucherzug ist, dann schließt das bereits mit ein, dass man im Zug nicht rauchen darf. Andersherum gilt das auch: Wenn man bspw. sagen würde „Im gesamten Zugbereich ist das Rauchen untersagt!“ dann folgt daraus, dass es ein Nichtraucherzug ist.

    Zum Schluß möchte ich ihnen gratulieren, dass sie ihrer „Berufung“ nachgehen und Schaffner sind. Ich fahre gerne mit dem Metronom und hoffe, ihnen dort irgendwann zu begegnen.

  3. REPLY:
    Hallo Crille80
    Danke für Ihr Verständnis. Das mit dem „reinen“ werde ich in Zukunft in meinen Ansagen nicht mehr berücksichtigen – daran werde ich dann wohl für Sie erkennbar sein – außerdem bin ich mit mitte 40 wohl einer der ältesten Fahrgastbetreuer bei der Metronom.
    Ach ja, das von Ihnen vorgestellte „Neue Vahr Süd“ (ist um Längen besser als der Vorgäner „Herr Lehmann) und auch Süskinds „Das Parfum“ (ich las es in den achtzigern) zählen zu meinen Lieblingsbüchern.
    Zu mir: Ich bin erst seit Oktober Schaffner und es war immer ein Kindheitstraum von mir – den ich mir bei der Metronom nun erfüllen konnte. Ich habe dafür der freien Wirtschaft den Rücken gekehrt, ein Jobangebot als Sportredakteur in Vollzeit ausgeschlagen und lebe damit bisher sehr zufrieden – außerdem hatte ich noch nie soviel Zeit für meine Familie wie jetzt.

  4. REPLY:
    Dann hoffe ich mal, dass ich sie irgendwann an dem Weglassen von „reinen“ erkenne und sie mich dann auch kontrollieren.

    Ein paar Fragen hätte ich noch zum Metronom:
    Wer entscheidet, ob diese „witzigen Ansagen“ abgespielt werden? Ist da ein Schaffner dafür zuständig oder ein Lokomotivführer?
    Und: Wie läuft das abrechnungstechnisch mit der Deutschen Bahn? Zahlt die Metronom-Gesellschaft „Kilometergeld“ für das Nutzen der Schienen der Bahn? Und wonach bekommt sie Geld? Werden die Passagiere stichprobenartig gezählt und dann auf einen Monat hochgerechnet???

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