Killerspiele in der Presse

Der Amoklauf in Emsdetten brachte mal wieder die Befürworter eines Killerspiel-Verbots auf die politische Bühne. Ich selber kann Ego-Shootern nichts abgewinnen, sondern spiele lieber Civ4 oder Fifa2005. Nichts desto trotz hat die virtuelle Welt keinen Einfluß auf die reale. Ich lasse mich im realen Leben weder mit König noch mit Genosse ansprechen, auch wenn ich in Civ4 als Herrscher einer Nation einen guten Job mache. Und auch mein virtuelles, erfolgreiches Trainerdasein: bin mit Dynamo Dresden zweimaliger Deutscher Meister, Deutscher Pokalgewinner, sowie Europäischer Cup-Sieger, lässt mich noch lange nicht glauben, ich sei der neue Rehagel.

Das Problem, dass Killerspiele Menschen töten sehe ich nicht. Waffen töten Menschen. Das Problem sind nicht die Killerspiele, sondern die Gesellschaft. Ja, es ist wohl einfach die Gesellschaft für alles verantwortlich zu machen.

Aber bevor ich vom eigentlichen Thema Killerspiele in der Presse abweiche, Bildblog erklärte in diesem Beitrag, woher man dieses böse, böse Ballerspiel CounterStrike bekommt, nämlich aus dem bild.de-Shopping-Portal.

Und das Titanic-Magazin schrieb dazu am 22.11. folgende Zeilen:

Für ein Verbot sogenannter „Killerspiele“ haben sich führende Unionspolitiker nach dem mißglückten Amoklauf von Emsdetten ausgesprochen. „Sollte sich herausstellen, daß der 18jährige sich über einen längeren Zeitraum und intensiv mit solchen Spielen beschäftigt hat, ohne richtig zielen und treffen zu lernen, müßte der Gesetzgeber handeln“, sagte CDU-Innenexperte Wolfgang Bosbach. Auch Brandenburgs Innenminister Jörg Schönbohm nannte die niedrige Trefferquote in Emsdetten „mangelhaft“ und „besorgniserregend“ und forderte ein konsequentes Vorgehen gegen solche nutzlosen Spiele.

3 Gedanken zu „Killerspiele in der Presse

  1. Die Zeiten ändern sich halt doch nicht so sehr; früher waren’s die Romane, die die Jugend verdarben, dann die Rock’n’Roll Musik (das PMRC lässt grüßen), und nachdem man was neues braucht, sinds halt die KILLERspiele…

    Wenn also der Einfluß dieser Dinge so groß wäre, müsste die gesamte Erdkugel eine Art riesiges Disneyland sein – handeln doch wohl über 90% aller Poplieder von der „Liebe“.

  2. REPLY:
    Was mich an dieser Debatte vor allem stört, ist, dass Politiker etwas verbieten wollen, von dem sie keine Ahnung haben. Das ist so als würde sich ein Mensch aus der Sahara zum Schmelzen des Polareises äußern und dieses verbieten wollen.

  3. REPLY:
    Vor allem machen sichs die Herrn Politiker recht schön einfach, indem sie sich irgendeine „Gruppe“ suchen und alle Schuld dieser in die Schuhe schieben. Naja, ärgerlich…

    Btw, der Titanic Eintrag ist super!

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