… übel!

Was ist das? Man liegt bis in die späten Mittagsstunden im Bett und hat Nackenschmerzen? – Richtig! Man war am Abend vorher auf ’nem Open Air und hat derbst geheadbangt.

Der Abend begann doch recht chillig. Es gewittert, man sitzt neben der Dönerbude auf einer Biertischgarnitur, hat den Regenschirm aufgespannt, trinkt ein paar Bier, man friert so langsam und unterhält sich nett. Bevor man aber beschließt dort Wurzeln zu schlagen bzw. dort festzufrieren, gibt man dem rockenden Lukas eine Chance und bewegt sich in Richtung Bühne und Tanzfläche. Die Band 4Backwoods spielt ihr erstes Lied und man denkt sich ohne vollster Überzeugung: „Jaaaa…“. Währenddessen meint der ehemals rock’n’rollende Neandertaler „Scheiße, die rocken ja…“ oder so ähnlich und bevor man sich versieht, befindet man sich auf der Tanzfläche und wird von irgendwelchen Frauen angepogt. Und schon hat einen die Band in ihren Bann gezogen und ja verdammt, die rocken ja wirklich! Die ersten Besucher rocken auf der Bühne mit und ziemlich schnell hat der Sänger die Idee ein paar Frauen auf die Bühne für einen Tanzwettbewerb zu holen.

Man selber will mal wieder Sänger in einer Band sein und auch der Luense ist von diesem Gedanken nicht ganz abgetan, obwohl er seiner Freundin/WG-Mitbewohnerin versprechen muss, dabei an sie zu denken, was er natürlich gerne macht.

Wie dem auch sei, eigentlich wartet man auf die Flabbergasts, doch stattdessen kommt irgendeine Schlager-Deutsch-„Rock“-Band und die längsten (gefühlten) 6 Lieder beginnen. Irgendwann gegen 2:30 Uhr kommen dann aber die Flabbergasts und man wird nicht enttäuscht – Rock’n’Roll! Nach dem 2. Lied kommt der Neandertaler mit den Worten „Ich hab‘ alles gesehen, was es zu sehen gibt. Ich pack mich ins Auto“ auf einen zu. Kurze Zeit später übernimmt ein ziemlich besoffener Typ das Mikrofon auf der Bühne und sucht auf diesem Weg eine gewisse Amily, die er sehr, sehr mag. Er befürchtet jetzt von der Security von der Bühne geworfen zu werden, aber er möchte Amily sagen, dass er sie mag und sie gerne wieder sehen möchte. Kein Security kommt und nach kurzer Zeit übernehmen Flabbergasts wieder die Regie und es darf weitergerockt werden. Nach einer weiteren halben Stunde steht der Typ wieder auf der Bühne und sucht noch immer nach Amily, die sich nicht bei ihm gemeldet hat. Die Flabbergasts spielen noch ein bißchen weiter und zum Ende des Konzertes verlässt man das Festivalgelände. Es stellt sich heraus, dass die Security es sich am Ausgang mit einem Kasten Bier gemütlich gemacht hat, aber eine Frage bleibt noch offen: Wo ist Amily? Man geht zum Auto, wo es sich der Neandertaler gemütlich gemacht hat, die Fenster sind von innen beschlagen, man klopft vorsichtig an das Fenster und ein „Jaaa?“ dringt aus dem Wagen…

Amily war dort aber auch nicht…

An dieser Stelle meinen ganz persönlichen Gruss an die große Blonde von der Tanzfläche, die so schön lächeln kann… :-)

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