Nacht

Schaut in den Himmel, Kinder der Nacht!
Der Himmel hell erleuchtet.
Die Stadt schläft nie.
Dunkelheit vom Neonlicht und Scheinwerfer zerstört.
Die Ruhe ist fort, die Schönheit der Nacht dahin.

Eure Schönheit ist vergänglich.
Die Türme stürzen ein.
Der Ruhm verblasst.
Das Treiben auf der Straße ist nicht von Dauer.
Es wird vergehen in der Ewigkeit.

Ich bin der dunkle Stern am Himmel.
Sitze unter einem alten Baum.
Fließe in der Geschichte.
Habe alles schon gesehen – von der Quelle bis zur Ewigkeit.

Die großen Taten verrauschen zu einem Geheule.
Der Einzelne in einem Ameisenstaat.
Erblindet von Lockstoffen der Irrwege.
Schnappt nach vergifteter Luft.

Abhängig vom Seelenlosen.
Erhebt sich selbst zum Gott der Blinden.

Öffnet eure blinden Augen!
Stoßt die Türen eures Geistes auf!
Geht durch die Finsternis der Nacht.
Und du wirst sie hören!

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