Die allmächtigen BILD-Werbefuzzies

Manchmal stelle ich mir ganz verrückte Sachen vor: Ich stelle mir vor in der BILD-PR-Abteilung zu arbeiten und zum Slogan „BILD informiert. Leider erst seit 1952.“ ein Plakat zu entwerfen. Kollegen haben tolle Ideen mit Titanic („Achtung, Eisberg!“) und Dinosaurier („Vorsicht, Komet!“) und so weiter. Aber ich sitze da und komme auf nichts. Irgendwann komme ich auf DIE Idee:
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Irgendwie aber ganz schön blöd, dass meinen Kollegen und mir bis zur Veröffentlichung der Plakate nicht auffällt, dass

  1. es sich wohl nicht um einen Apfel gehandelt hat
  2. die implizite Behauptung aufgestellt wird, dass BILD besser informiert als Gott (oder hat Gott Adam und Eva nicht gewarnt?)
  3. BILD-Leser hätten von der „Frucht der Erkenntnis“ nicht gegessen, weil BILD sie davor gewarnt hat. Ergo: BILD-Leser wären zwar im Paradies, sind aber dumm wie Brot. Ich glaube, dass dies die exakte von BILD verfolgte Philosophie ist…

Wo wir jetzt schon mal beim Sündenfall sind:
Auf mich wirkt dieser absolut paradox. Wäre ich Gott und hätte für meine Menschen ein Paradies geschaffen. Warum lasse ich im Paradies einen Baum wachsen, dessen Früchte die Menschen nicht essen dürfen? Das wäre so als würde ich eine Katze in einen Käfig mit Mäusen setzen und der Katze befehlen, die Mäuse nicht zu fressen.
Vor allem: Wenn ich Gott bin und allwissend bin, hätte ich ja gewusst, dass die Menschen von der Frucht essen. Was wiederum bedeutet, dass ich als Gott alleine das Paradies erschaffen hätte, um die Menschen dort rauszuschmeißen. Ein sehr irrationales Verhalten…

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