Respekt

Vor zwei Wochen feierte unsere Nachbarin 50sten Geburtstag – eine nette Gartenparty, die um 12 Uhr startete. Diese Party artete in eine der lustigsten Runden aus, die ich bis dato erlebt habe (inklusive „Fuchs ist tot“ und „Jäger in Not“-Jagdhorngeblase). Der Prosecco tat sein Übriges. Eine Flasche davon reichte für eine Runde. Für diese Runde opferte man ohne zu zögern die erste Hälfte des EM-Finales und man hätte wohl auch noch die zweite Halbzeit geopfert, wenn einige nicht allzu schnell abgebaut hätten.

Letztes Wochenende war Berlin angesagt. Dass da Party vorprogrammiert ist, steht ohne Frage. Am Samstag beispielsweise landete man nach einer Gartenkolonie-Party im Silver Wings, wo’s lecker Rock ’n‘ Roll und Motown gab.

Und dieses Wochenende stand der 60ster Geburtstag meiner Tante an. Man kennt 60ste Geburtstage: eine meist langweilige Angelegenheit, bei der man sich im günstigsten Fall an ein Bier klammern kann und schmunzelnd die Tänze der Älteren zu „Ein Stern„, Wolle Petry oder „Hol das Lasso raus, wir spielen Cowboy und Indianer“ beobachten kann. Ein 60ster im Grube Clan fällt da deutlich anders aus: Da wird der DJ gebeten doch mal endlich Rock zu spielen und schon steht die gesamte Großfamilie (schätzungsweise 30 Leute) geschlossen auf der Tanzfläche, um zu Deep Purple, ACDC und Golden Earring abzugehen. Und endlich weiß ich, woher dieser Musikgeschmack kommt…

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