Schwarze Musik im Altenheim

Auf einer Ärzte CD heißt es, dass Beatles hören wie Mercedes fahren ist. Die Frage ist, womit ist Elvis Presley vergleichbar? VW? Opel? Vielleicht ist er aber aufgrund seiner geklaut revolutionären Art der Musik und Liveperformance eher der Porsche der Automarken. Wie auch immer.

Ich war gerade beim Elvis Revival Konzert in Buchholz (engl. Bookwood) und kann mich über die Performance und Stimme des Elvis Immitators nicht beschweren. Ebenfalls seine 13 köpfige Band hatte ihre Instrumente im Griff. Jedoch war das Gesamtprodukt für mich ernüchternd: Elvis hat meiner Meinung nach etwas Rauhes und Unbändiges, aber spätestens wenn in sämtlichen Liedern ein Saxophon-Solo untergebracht wird, weiß man: Das ist Elvis auf Mainstream getrimmt. Zugegeben der Untertitel der Veranstaltung „One Night in Vegas“ lässt auf den Elvis zum Karriereende vermuten, aber Rock ’n‘ Roll war das leider nur zu einem geringen Anteil.

Übrigens: Ich dachte seit „Fleisch ist mein Gemüse“ immer, dass Mucker in der Begehrtheitsstufe bei Frauen irgendwo auf den letzten Plätzen landen. Elvis Immitatoren scheinen da deutlich höher zu liegen, denn unser Elvis bekam Blumen und Schoko-Weihnachtsmänner auf der Bühne überreicht und durfte zudem etliche Autogramme schreiben.

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