Gute Bücher (XIV): Jonathan Franzen – Freiheit

Jonathan Franzen - FreiheitAuf die Frage, um was es in seinem Roman Freiheit geht, antwortet Franzen: Vögeln! Und bis zur Hälfte des Romans könnte man meinen, dass der Autor seinen Roman überhaupt nicht kennt. Danach stimmt seine Zusammenfassung aber umso mehr!

Der Roman ist v.a. deshalb so großartig, weil auf aller feinste Nuancen eingegangen wird. Es ist die Neuauflage des großen amerikanischen Romans – wie es so schön heißt. Es geht um eine zerrüttete Familie und als Leser hat man die Möglichkeit in jedes Familienmitglied und deren Bekannte hinein zu schlüpfen und sieht sämtliche Probleme aus unterschiedlichen Sichtweisen. Es gibt keinen Charakter, den man wirklich unsympathisch findet und trotzdem ergibt das Ganze eine zerrüttete Familie in der heutigen Zeit.

Der Roman enthält viele großartige Stellen:

  1. das Interview eines Musikers, der davon überzeugt ist, die Musikindustrie sollte endlich zugeben, dass sie im Grunde genommen Kaugummis verkauft
  2. die Rede eines Umweltschützers, die etwas aus den Fugen gerät
  3. ein verschluckter Hochzeitsring
  4. u.v.m.

Ich hatte eine Menge Spaß, aber auch viel zum Nachdenken bei dem 730 Seiten starken Roman.

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