Linux

Ich bin ja bekennender Windows Nutzer. Eigentlich untypisch für einen Informatik-Studenten, die ja sehr oft zu der Ultra-Linux-User-Fraktion zählen.

Meine Abneigung gegenüber Linux ist vor allem aus meiner Faulheit (never change a running system) und meiner Ansicht gewachsen, dass ein Betriebssystem einfach nur zu funktionieren hat. Nein, ich will mich nicht stundenlang mit irgendwelchen Treibern, Wrappern oder sonstwas rumärgern. Plug & Play funktioniert bei Windows nach anfänglichen Problemen (Plug & Pray) sehr gut, bei Linux stellt mich die Installation eines WLAN USB-Sticks vor ungeahnte Probleme – da gibt es zig verschiedene Anleitungen für unterschiedlichste Revisions des Sticks und keine funktioniert. Das Schlimmste ist aber, dass man kaum etwas aus diesen Anleitungen lernt, weil es oft nur Auflistungen von Konsolenbefehlen sind. Was die machen?!?

Im Forum habe ich diesen Kommentar zu Linux gelesen und dem schließe ich mich ganz an:

Lachhaft! Das System ist allenfalls zum Einsatz in geschlossen psychiatrischen Anstalten zu gebrauchen: Die Insassen können mit einfachsten Aufgaben wochenlang beschäftigt werden und das System bietet eine prima Gelegenheit zur gefahrlosen Kanalisierung von Aggressionen. Außerdem wird durch den Erfahrungsaustausch der Insassen deren soziale und kommunikative Kompetenz gestärkt.

Wie ich nun meinen WLAN USB-Stick unter Linux zum Laufen gebracht habe? Ich habe Virtualbox installiert und emuliere per Netzwerkbrücke vom WLAN USB Stick eine Ethernet-Karte, die Linux ohne Probleme nutzen kann… Super, oder?!?

http://www.youtube.com/watch?v=SBgZNINN6MU

3 Gedanken zu „Linux

  1. Siehst Du, so unterschiedlich sind die Ansichten über Betriebssysteme. Einer der ersten Konfigurationsschritte, die ich an einem neuen Rechner vornehme ist das Formatieren der Festplatte mit einem „ordentlichen“ Dateisystem (z.B. ext3) ;-)

    Das Problem ist, dass Linux wirklich kein Betriebssystem für exotische Hardware-Komponenten ist. Bei erprobten Komponenten gibt es wirklich keinerlei Probleme. Man muss sich eben neben der eigentlichen Funktion und dem Preis auch kurz die Erfahrung von Linux-Benutzern ansehen.

    Um auf meinem Laptop nicht zu viele unnötige private Daten herum liegen zu haben, bekommt er mit jeder neuen OpenSuse-Version eine völlig neue Linux-Installation. Anschließend funktioniert sofort alles einwandfrei und das schließt durchaus WLAN, DVB-T-Stick, GPS-Stick usw. mit ein.

    Abgedrehtere Sachen, die einem unter Windows oft die Haare zu Berge stehen lassen (z.B. Video-Codecs oder ältere Hardwarekomponenten) sind unter den gängigen Linux-Distributionen meist ebenfalls kein Problem.

    1. Mein Kumpel argumentiert auch so wie du: „Bei meinem Laptop mit Standardkomponenten gab’s mit den Treibern keinerlei Probleme. Einfach installiert und fertig.“ Wenn man allerdings seinen Hardwarekauf nicht danach ausrichtet, dass da später mal Linux drauf laufen könnte und so exotische Dinge wie ein „D-Link DWL-G122“ benutzt (wobei mir noch unklar ist, warum solch ein USB-Stick nun exotisch ist), bekommt man unter Linux arge Probleme, die unter Windows nicht auftreten. Gerade für einen Linux-Einsteiger wie mich ist das sehr demotivierend, wenn man es trotz mehrerer Stunden investierter Zeit nicht einmal hin bekommt, sich mit seinem WLAN Router zu verbinden.

  2. Die Definition ist ganz einfach: Eine Hardware ist exotisch, wenn der Hersteller nicht bereit ist vernünftige Treiber für die verbreiteten Betriebssysteme zur Verfügung zu stellen. ;-)

    Übriges ist die Liste der schlecht oder nicht funktionierenden Hardware viel kleiner als allgemein angenommen. Es gibt nur noch wenige Hersteller für Spezialchips. Man muss nur herausfinden, was in der Hardware verbaut ist, dann findet man meist relativ leicht den passenden Treiber.

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