Selbstmord durch Bahn

Für mich war Robert Enke ein absoluter Sympathie-Träger; besonders durch seinen Auftritt im NDR Sportclub, wo man ihn etwas privater kennen lernte. Mein Beileid an die Angehörigen.

Für mich sind Selbstmorde (Freitod klingt zu pathetisch) eine absolut feige Tat, weil ich glaube, dass sich jedes Problem lösen lässt. Und sollte eine Situation zu festgefahren sein, ich keinen Sinn mehr in meinem Leben sehen und mich leer fühlen, würde ich stattdessen mit meinem bisheriges Leben brechen und mich einer Hilfsorganisation, Kloster oder was auch immer anschließen und mein Leben dieser Sache widmen.

Denn nur weil man seinem Leben keinen Sinn geben kann, heißt das noch lange nicht, dass das Leben keinen Sinn hat.

3 Gedanken zu „Selbstmord durch Bahn

  1. Ich denke, dass man da auch Unterschiede machen sollte. Wenn jemand unheilbar krank ist beispielsweise kann ich das absolut nachvollziehen.

    Robert Enke stand jedoch mitten im Leben. Leider hat er (so im Moment meine einzige Erklärung) den Tod seiner Tochter nicht verkraftet.

    Ich hoffe, dass seine Ehefrau und sein Adoptivkind, sowie der Rest der Familie und insbesondere der Lokführer viel Zuspruch und Hilfe findet und auch annimmt, um an dieser Situation nicht auch zu zuberechen.

  2. @Tobinger: Natürlich. Es gibt immer Umstände, die eine solche Entscheidung nachvollziehbarer machen.

    Gut, dass du den Lokomotivführer ansprichst. Den Freitod für sich selbst zu wählen ist eine Sache, aber einen Unbeteiligten mit seiner Entscheidung zu belasten, finde ich schlimm..

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