Geschichte

Ungelesen (3)

Posted on: Mai 2nd, 2011 by crille No Comments

 

Den Schein des Anstandes wahren
Auch bei den Linkempfehlungen kommen wir nicht am Tod Osama bin Ladens vorbei.. Das Lawblog beschäftigt sich damit, ob Kanzlerin Merkel und Bundespräsident Wulff als Vertreter eines Rechtsstaats sich über die Tötung eines Menschens öffentlich freuen dürfen.

ZDF: Mit diesen Zwei twittert man besser
Der Twitter-Account @ZDFonline ist einer der erfolgreichsten Accounts deutscher Medien - doch unter @ZDFonline twitterten gar nicht die Mainzer. Die Geschichte eines Web 2.0-Märchens...

A Native American woman in Iceland
Kolumbus der Entdecker Amerikas? Wohl kaum: Wohl schon die Wikinger gelangten um 875 bis zum amerikanischen Festland.. Und wenn die es nicht waren, dann ein deutscher Seefahrer aus Hildesheim namens Didrik Pining, der 20 Jahre vor Kolumbus Amerika entdeckte..
Und jetzt kommt bei einer genetischen Untersuchung der Isländer sogar heraus, dass mindestens eine indianische Frau es vor 1000 Jahren bis Europa (Island) schaffte.

Doom engine code review
Ein Link für alle Nerds unter uns... ;o) Das Kult-Egoshooter Game "Doom" aus dem Jahr 1993..

Sortieralgorithmen als Tanz

Posted on: April 12th, 2011 by crille No Comments

 

An der ungarischen Universität von Transsilvanien beschäftigt man sich nicht etwa mit dem eingestaubten Graf Dracula, sondern damit Sortieralgorithmen in volkstümlichen Tänzen zu vermitteln. So sieht beispielsweise der Bubblesort-Algorithmus aus:

Eine einfache Art etwas doch ziemlich Kompliziertes wie einen Algorithmus zu vermitteln. Und jetzt weiß ich auch, warum die Menschen ohne Schrift vor Jahrtausenden ihr Wissen mit Geschichten und Tänzen weitergegeben haben.

Weitere getanzte Algorithmen:

[via BoingBoing und I Programmer]

Hamburg in den 70ern

Posted on: März 23rd, 2011 by crille No Comments

 

Wir bleiben in Deutschland, fahren diesmal allerdings nicht Straßenbahn, sondern schauen uns einen Werbefilm Hamburgs von 1971 an:
Hamburg - Great City on a Great River:

Da muss ich unbedingt mal hin!!

[via KFMW]

Mit der Straßenbahn durch Berlin 1932

Posted on: März 20th, 2011 by crille No Comments

 

Vor etwa 2 Jahren sind wir schon mal durch Barcelona 1908 und San Francisco 1905 gefahren. Jetzt geht es über den Kurfürstendamm 1932 in Berlin:

[via KFMW]

 

Piraterie im Netz

Posted on: Februar 16th, 2011 by crille No Comments

 

Bereits in diesem Artikel habe ich die zwei kontrovers diskutierten Positionen in der wissenschaftlichen Literatur zum Thema "Filesharing im Internet" vorgestellt:

  • Filesharing ist schlecht, weil jeder illegal heruntergeladener Song/Film/Buch ein legal gekauftes Buch/Song/Film weniger bedeutet
  • Filesharing ist gut, weil man so das Risiko senken kann, ein Song/Film/Buch zu kaufen, von dem man enttäuscht ist. Man stellt durch illegale Downloads fest, welcher Künstler einem gefällt und kauft Werke später auch.

Raubkopierer sind Verbrecher

Wenn man die Kampagne "Raubkopierer sind Verbrecher" (im juristischen Sinn ist es kein Verbrechen, sondern ein Vergehen) der Contentanbieter wie der Film-, Musik- oder Buchindustrie anschaut, sind sie ganz klare Verfechter der ersten These. Der sinkende Absatz in der Musikindustrie seit Napster & Co. spricht natürlich auch für einen negativen Effekt von Filesharing, es könnte aber auch an folgenden Punkten liegen:

  • Zusätzliche alternative Unterhaltungsmöglichkeiten (Internet)
  • Schlechtere Qualität in der Musikindustrie
  • Plattensammlung ist komplett von Vinyl auf CD umgestellt

Beispiele für einen positiven Effekt von Filesharing

Seltener wird in der Öffentlichkeit aber der positive Effekt von Filesharing wahrgenommen und diskutiert. So hat Monty Python ihre Sketche in hoher Qualität auf Youtube gestellt mit dem Hinweis versehen, dass diese Sketche auch auf Amazon gekauft werden können.
Wohl jeder würde davon ausgehen, dass die Absatzzahlen der DVD-Boxen bei Amazon einbrechen, weil man im Internet bei Youtube jederzeit auf das Material in hoher Qualität zugreifen kann. Das genaue Gegenteil ist passiert: Die Absatzzahlen sind um 23.000% gestiegen!  [via slashfilm]

Neil Gaiman (Autor) ist ebenfalls einen gewagten Schritt gegangen und hat festgestellt, dass der Austausch im Netz "eine unglaublich gute Sache" ist. In diesem Video erklärt er, warum er seine Meinung gegenüber Piraterie geändert hat:

"Then I started to notice that two things that seemed much more significant. One of which was that places where I was being pirated -- particularly Russia (where people were translating my stuff into Russian and spreading it out into the world) I was selling more and more books. People were discovering me through being pirated. And then they were going out and buying the real books, and when a new book would come out in Russia it would sell more and more copies."

Er hat sein Bestseller "American Gods" nach dieser Beobachtung zum freien Download auf seine Internetseite gesetzt und danach 300% mehr Bücher verkauft. Neil Gaiman erklärt, dass Piraterie wie das Verleihen von Büchern an "gute Freunde" funktioniert. In Vorlesungen fragt er seitdem sein Publikum wie viele Leser ihren Lieblingsautor durch das Leihen eines Buchs vs. den Kauf eines Buchs gefunden haben. Nur 5-10% der Leser haben durch den Kauf einen Lieblingsautoren gefunden.

Effekte des Copyrights in der Geschichte

Einen besonders interessanten Artikel habe ich zum Effekt des Copyrights im Spiegel gelesen. Zum Glück befindet er sich auch im Internet frei verfügbar: Geschichte - Explosion des Wissens.

Während in England das Copyright dazu führte, dass Bücher als Luxusgut für einen elitären Kreis gesehen wurden, gab es in Deutschland lange Zeit gar kein Urheberrecht (in Preußen wurde es erst 1837 eingeführt, konnte aber aufgrund der Kleinstaaterei nicht durchgesetzt werden). Das führte dazu, dass in Deutschland pro Jahr 1.000 mal mehr Werke (v.a. Schriften mit Naturgegenständen aller Art (Medizin, Landwirtschaft, Gewerbe)) veröffentlicht wurden als in England und so der rückständige Agrarstaat Deutschland innerhalb kurzer Zeit zur ebenbürtigen Industrienation aufstieg. Das Fazit des Textes

"Aus diesem regen wissenschaftlichen Diskurs hat sich die Gründergeneration entwickelt", so Höffner. Jene Zeit brachte spätere Großindustrielle wie Alfred Krupp und Werner von Siemens hervor.