Wirtschaftlichkeit Wärmepumpe – Wie teuer muss Öl/Strom sein?

Die momentanen Energiepreise Öl billig (unter 53 $ je Barrel) und Strom teuer sind für Wärmepumpen-Besitzer nicht sehr vorteilhaft. Und so saßen wir vor einigen Tagen und überlegten, wie wirtschaftlich unsere Wärmepumpe ist.

Mich interessierte vor allem, wie hoch Strom- und Ölpreis sein müssen, damit die Anschaffung der Wärmepumpe sich lohnt. Im folgenden Formular können die eigenen Daten eingegeben und berechnet werden.

Es muss beachtet werden, dass eine Ölheizung ebenfalls angeschafft werden müsste – daher müsste im Feld Anschaffungskosten Wärmepumpe die Anschaffungskosten einer Ölheizung abgezogen werden (ist im vorbelegten Fall nicht gemacht!). Es ist natürlich eine Annahme, dass die Wärmepumpe 20 Jahre läuft. ;)

Formular – Ab wann rechnet sich eine Wärmepumpe?

: Jahre
: EUR
: kWh
: Liter

Ergebnis

Aus dem Verbrauchsverhältnis für Strom zu Öl 8000\4000 = 2 ergibt sich, dass der Ölpreis 2x so hoch sein muss, damit die laufenden Kosten gedeckt sind.

Da die Anschaffungskosten der Wärmepumpe 23200 EUR auf 20 Jahre Laufzeit verteilt werden, sind die Kosten pro Jahr 1160 EUR.
Um also 1160 EUR im Jahr zu sparen, muss der Ölpreis weitere 1160\4000 = 0.29 EUR teurer sein.

Der Ölpreis muss also insgesamt 2x Strompreis + 0.29 EUR teurer sein, damit sich die Anschaffung der Wärmepumpe lohnt.
Bei einem Strompreis von 0,10 EUR, muss der Ölpreis also 0.49 EUR sein.

Auch nach sorgfältiger Kontrolle, übernehme ich keine Garantien, dass die Berechnungen richtig sind. ;)

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  1. Ordnung muss sein!

Comments on: "Wirtschaftlichkeit Wärmepumpe – Wie teuer muss Öl/Strom sein?" (1)

  1. Ich finde solche Rechnungen immer sehr interessant. Abgesehen davon gibt es bei der Entscheidung, ob man eine neue Ölheizung kauft oder lieber auf andere Energiequellen setzt noch einen weiteren Punkt zu bedenken: Die verbliebenen Ölreserven sind niedriger, als den meisten Menschen bewusst ist. Die meines Wissens verlässlichste Studie dazu ist von der deutschen Energy Watch Group und vom Mai 2008. Demnach liegen die verbliebenen Reserven bei ca. 850 Milliarden Barrel, und wir fördern und verbrauchen ca. 30 Milliarden Barrel pro Jahr. Eine Steigerung der Fördermenge ist extrem unwahrscheinlich. In der Tat sind die Förderraten in den meisten Nicht-OPEC-Ländern bereits rückgängig. In 20 Jahren werden wir mit deutlich weniger Öl auskommen müssen als heute. Falls man dann in Deutschland überhaupt noch Heizöl kaufen kann (!), wird es also wahrscheinlich ziemlich teuer sein.