Huawei P10 und Strava: Lösung für GPS Problem

Ich bin sehr aktiv auf Strava und tracke eigentlich alle Rad- und Lauf-Aktivititäten. Vorletzte Woche machte mein Smartphone (Finger weg vom Google/LG Nexus 5x!) die Grätsche, sodass ich mir ein Huawei P10 zulegte.

Auf der Tour zur Arbeit verlor Strava nach kurzer Zeit immer wieder das GPS Signal:

Wenn ich das Aufzeichnen wieder begann, kam der Hinweis, dass es zu einem Problem gekommen sei, aber Strava könne nun wieder aufzeichnen.

Nach kurzer Recherche im Netz schien das Problem grundlegender Natur zu sein (Strava bietet extra eine Support-Seite). Strava unterstützt Huawei-Geräte mit ihrem eigenen Power Management wohl nicht problemlos (Huawei-Geräte sind bei Strava auf der Graylist). Zudem recherchiert man „Lösungen“ wie

  • GPS für Google Service deaktivieren
  • Auto-Pause in Strava deaktivieren ODER
  • Display während der Fahrt ein- und in Strava angeschaltet lassen

Mit diesem Informationsbackground sah ich schon schwarz für Strava auf meinem Huawei P10, aber ich gab nicht auf, probierte weiter und habe jetzt eine Lösung gefunden, die auf meinem Gerät funktioniert:

Die Lösung

Unter Einstellungen -> Akku gibt es die Auswahloption Akku. Unter Software werden alle Apps aufgelistet, die in der Vergangenheit Strom verbraucht haben. So auch Strava:

Unter Einstellungen sind folgende Optionen auszuwählen:

  1. Stromverbrauchs-Warnung deaktivieren
  2. Unter Starten verwendet folgende Konfiguration:
    1. Automatisch verwalten deaktivieren
    2. Auto-Start aktiviert
    3. Sekundärer Start aktiviert
    4. Im Hintergrund ausführen ebenfalls aktivieren

Mit dieser Einstellung habe ich gestern ohne Probleme eine 40 km Tour (das Display war auch ausgeschaltet in der Hosentasche) aufzeichnen können:

Als Betriebssystem verwende ich auf dem P10 das aktuelle 8.0.0.370(C432).

Ich hoffe, diese Anleitung hilft euch. Über Feedback in den Kommentaren freue ich mich.

Dendrobium Nobile blüht nicht

Beim Blumenhändler überzeugen Dendrobien durch ihre Blütenpracht, aber ist sie erst einmal ausgeblüht, beginnt für den Orchideenfreund eine lange Zeit des Frusts, die nicht selten im Wegwerfen der Pflanze endet. Denn trotz optimaler Bedingungen (regelmäßiges Gießen, richtiger Ort, ausreichend Dünger), blüht die Orchidee nicht. Anders als die blühfreudigen Phalaenopsis, die kaum Ansprrüche stellen, muss man bei der Dendrobium Nobile einen Trick kennen, um die Pflanze zum Blühen zu bringen!

In der Ruhephase (Herbst und Winter) muss die Pflanze kühl und trocken gehalten werden. Dabei sind wohl auch Temparaturschwankungen aufgrund des Tag-Nacht-Rhythmus wichtig. Erst diese Bedingungen regen den Blütentrieb an.

Was genau bedeutet „kühl und trocken halten“?

Ich habe meine Orchidee im Spätsommer auf den Balkon gestellt und bis zu den ersten kühlen Nächten (3 bis 5°) dort belassen. Da die Pflanze nicht frostfest ist, habe ich sie anschließend in das kühlere (aber frostfreie) Treppenhaus gestellt. Das Gießen habe ich auf „alle 3 Wochen besprühen“ minimiert – wobei die Pflanze begann, Blätter abzuwerfen und die Pseudobulpen (Stämmchen) sahen teilweise vertrocknet aus. Das Abwerfen der Blätter ist wohl normal, aber das Vertrocknen der Stämmchen kam mir suspekt vor, sodass ich wieder häufiger gegossen habe.

Im Januar erschienen dann nach zwei Jahren Blühpause endlich die ersten Knospen an den Pseudobulben und mittlerweile steht die Pflanze kurz davor, die Knospen zu öffnen:

Knospen der Dendrobium Nobile

Noch eine kleine Anekdote

Bei meiner Oma blüht eine sehr große Dendrobium Nobile seit mehreren Jahren dauerhaft. Meine Mutter, die die Orchidee hin und wieder gießt, meint, dass es am Gießrhythmus läge. Nachdem ich im Internet das Thema „Dendrobium Nobile zum Blühen bringen“ recherchiert hatte, war die Blühfreudigkeit der Planze wie folgt geklärt: Sie steht an einem sonnigen Fenster in einem sehr selten beheizten Zimmer. Für die Dendrobium Nobile offenbar perfekte Bedingungen

Fahrrad fahren

Alles fing damit an, dass in Altona die S-Bahn-Anbindung Richtung Bahrenfeld für 3 Monate wegen einer Baustelle gesperrt wurde. Dank der völlig überlasteten Straßen, die der Schienenersatzverkehr nutzte, brauchte ich deutlich länger und v.a. aus Frust ließ ich diesen Tweet los:

Die Idee Fahrrad zu fahren, hatte ich schon häufiger. Ich konnte mich aber nie dazu durchringen, obwohl ein Kollege in der Nachbarschaft wohnt und ebenfalls mit dem Fahrrad zur Arbeit fährt – immerhin 13 km für eine Strecke (macht nach Adam Riese 26 km pro Tag; bei einer 4 Tage im Büro Woche (Home-Office ist super!) immerhin 104 km die Woche).

Die Gründe, die für ÖPNV und gegen Fahrrad sprachen:

  • Ich brauche mit dem Fahrrad länger
    Das hat sich im Nachhinein trotz der Entfernung von 13 km als nicht ganz richtig erwiesen: Per ÖPNV benötigte ich 50 Minuten (Voraussetzung keine Staus und pünktliche Busse und Bahnen, was zu 60% nicht gegeben war) gegen 55 Minuten wenn ich mit meinem Kollegen entspannt mit dem Fahrrad durch Hamburg fahre (45 Minuten wenn ich alleine fahre)
  • Quer durch die Großstadt mit dem Fahrrad zu fahren, ist gefährlich
    Das hat sich zwar als absolut berechtigter Einwand erwiesen, aber du kannst dein Risiko ja selbst beeinflussen: bei roten Ampeln halten, mit Licht fahren, vorausschauend fahren, Abstand zu parkenden Autos halten, entspannt fahren (auch mit 16 km/h im Schnitt kommst du ans Ziel) und bedenken, dass du keine Knautschzone hast
  • Ich bin total fertig, wenn ich morgens auf der Arbeit ankomme
    Nur am ersten Tag war ich durch die morgendliche Fahrtstrecke wirklich geschafft – ich hatte mich verfahren und konnte die verbleibende Strecke nicht einschätzen, was dazu führte, dass ich zu schnell fuhr und kaputt auf der Arbeit ankam. Mittlerweile habe ich auch am Freitag nach etwas mehr als 100 km keinen Muskelkater oder andere Erschöpfungserscheinungen.
    Obwohl ich Handtuch und Duschgel auf der Arbeit habe, war ich bislang noch nie so stark verschwitzt, dass ich unbedingt hätte duschen müssen.
  • Ich habe eine ÖPNV-Karte, dann kann ich auch mit der Bahn zur Arbeit fahren
    Hinzukommt, dass eine ÖPNV-Karte ja auch am Wochenende für Familientouren genutzt werden kann. Dennoch habe ich mich nach einem Monat mit dem Fahrrad gegen das ÖPNV-Ticket entschieden, denn ich wollte morgens keine Entscheidung mehr treffen müssen, ob ich mit dem Rad fahre oder nicht. Ich wollte auch nicht ähnlich wie in der Muckiebude ein schlechtes Gewissen haben, wenn ich das Ticket für monatlich 80 EUR nicht nutze.
  • Das Wetter ist zu schlecht, um mit dem Fahrrad zu fahren
    Wäre ich kein Brillenträger würde ich sagen, dass mir Regen auf dem Fahrrad nichts ausmacht – aber gerade waagerechter Nieselregen, der große Tropfen auf der Brille bildet, ist für die Sicht wirklich hinderlich. Die erste Wintersaison steht außerdem auch erst noch vor der Tür, vor der ich Respekt habe. Kälte ist das eine – Glätte das andere Problem – zum Glück sind glatte Wintertage in Hamburg eher die Ausnahme.

Trotz dieser Bedenken fahre ich jetzt immer mit dem Fahrrad zur Arbeit. Warum? Das erfahrt ihr in dieser Reihe zum Radfahren, die ich hier nach und nach veröffentlichen werde:

  • Gesundheit und Entspannung
  • Kosten, Umwelt und Verkehrswende
  • Entdecken

Disclaimer: Ich möchte hier niemanden zum Fahrradfahrer konvertieren. Ich weiß selbst, dass es gute Gründe fürs Autofahren gibt. Mir wurde aber erst jetzt bewusst, welche Vorteile das Fahrradfahren mit sich bringt und daran möchte ich euch teilhaben lassen.